Angela Fette
Angela Fette arbeitet seit 2003 als Freie Künstlerin mit Lebensmittelpunkt in Düsseldorf. Sie hat an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, Städelschule Frankfurt, Parson´s School New York und Kunstakademie Düsseldorf studiert.
Ihre Arbeit zeichnet sich von der Malerei ausgehend durch eine große Bandbreite aus, sie umfasst konzeptuelle Malerei, Performance (Kostüm, Poesie, Musik und Sound) und Kartonskulpturen, deren Resultate in einem künstlerischen Kosmos zusammenfliessen. Es handelt sich um kontex und architekturbezogene großformatige Wandarbeiten sowie idiosynkratische Performances, in denen Sound, Lesung und ritualistische Handlung in proto-avantgardistischen Kostümen und Helmen miteinander verknüpft werden. Oft ist ein poetischer Text, der die Form einer Parabel annehmen kann, Ausgangspunkt für ganze Bildserien. Auch können daraus Musik und Ideen für die Kostüme entstehen.
Im Moment arbeitet sie an einer neuen Serie von Gemälden, in der monolithische Motive zu wackeln, zu vibrieren, zu tanzen oder buchstäblich aus dem Rahmen zu fallen scheinen. Es sind Allegorien für die Verwerfungenen in der heutigen Welt, in der Fake News und assengaslightning, Unklarheit und Verunsicherung bringen. Ambivalenterweise bedeudet es auch Bewegung, in der liebgewonnene Gewißheiten, Perspektiven und Werte sich neu ordnen müssen.
Seit 2021 veranstaltet Angela Fette in ihrem Atelier den Salon namens “Eyes Wide Shut”. Es werden dort Themen diskutiert, die aus Künstler*innensicht im institutionellen Diskurs oft keinen Raum haben. Der Fokus gilt der Position von Kunst und Künstlerschaft im gesellschaftlichen Zusammenhang, sowie ästhetische und philosophische Fragen.
Angela Fette schreibt und publiziert Texte zu kunstpolitischen und philosophischen Themen. Ihre Arbeit hat vielfach in Form von Stipendien Anerkennung erfahren und wird national und international in Institutionen ausgestellt.
Sie unterrichtet als Dozentin an der HBK Essen.